Wegen Spuren des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid ruft der Lebensmittelhersteller Mars einige seiner Eiscreme-Produkte zurück. Dabei geht es größtenteils um Produkte, die bereits im vergangenen Sommer gekauft wurden.

Die Mars GmbH ruft mehrere Eiscreme-Produkte der Marken Bounty, Twix und M&M’s zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass in den betroffenen Produkten (s.u.) minimale Mengen Ethylenoxid (ETO) enthalten sind.

Ethylenoxid ist ein Pflanzenschutz- und Begasungsmittel, das zur Bekämpfung von Bakterien und Pilzen eingesetzt wird. ETO ist in der Lebensmittelproduktion in Europa verboten. Es steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und das Erbgut zu verändern. In den Eisprodukten liegt das ETO in den Zutaten Johannisbrotkern- und Guarkernmehl vor.

Ethylenoxid: Mars ruft Eis zurück

Wichtig: Der Rückruf gilt ausschließlich für Produkte, die zwischen Juni 2020 und Juni 2021 gekauft wurden.

Zurückgerufen werden folgende Produkte:

Bounty-Eisriegel im Sechserpack
Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): 30.06., 31.07. und 31.12.2021 sowie 31.01., 31.05., 30.06., 31.07., 31.08. und 30.09.2022)

einzelne Bounty-Eisriegel
MHD: 30.06. und 31.07.2021 sowie 31.05., 31.08. und 30.09.2022

Twix-Eisriegel im Sechserpack
MHD: 31.05., 30.06., 31.07. und 31.12.2021

einzelne Twix-Eisriegel
MHD: 31.07. und 31.12.2021 sowie 31.01., 30.04., 31.07. und 31.08.2022

einzelne M&M’s Peanut Stieleise
MHD: 28.02.2022

Keine anderen als die genannten Eis-Marken mit den entsprechenden Produktbeschreibungen und MHDs sind laut Hersteller davon betroffen.

Konsumentinnen und Konsumenten, die das betroffene Produkt gekauft und noch vorrätig haben, können sich mit den Produktdaten und Fotos der Verpackung samt MHD an den Mars-Verbraucherservice unter www.mars.de/kontakt oder telefonisch unter 089 – 130 130 60 wenden.

Geringe ETO-Konzentration 

Der Verzehr sei angesichts geringer Konzentrationen zwar sicher, teilte das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Verden (Aller) am Mittwoch mit. Ein Lieferant habe aber Spuren des Stoffes in den Zutaten Johannisbrotkern- und Guarkernmehl gemeldet, die an eine Mars-Eisfabrik geliefert wurden.

Nach weiteren Tests infolge des Vorfalls im Sommer 2021 rufe man die Produkte nun freiwillig zurück, “um einer möglichen Verunsicherung zu begegnen”. Von den Lieferanten verlange man inzwischen zudem eine ausdrückliche Bestätigung, dass alle gelieferten Zutaten frei von Ethylenoxid sind.

Wie giftig ist Ethylenoxid?

Ethylenoxid ist “wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd beim Menschen”, so die offizielle Einstufung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA. Wird es eingeatmet, kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen, im schlimmsten Fall zum Koma.

Hierzulande ist die Anwendung für Lebensmittel verboten, für importierte Waren gelten sehr strenge Grenzwerte. In etlichen Drittstaaten wird das Mittel zur Bekämpfung von Pilzen und Bakterien eingesetzt. Hier die wichtigsten Fragen rund um Ethylenoxid:

Ethylenoxid: Was ist das Problem mit dem Stoff?

Weitere aktuelle Produktrückrufe:

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Ethylenoxid ist ein Pflanzenschutz- und Begasungsmittel, das zur Bekämpfung von Bakterien und Pilzen eingesetzt wird. ETO ist in der Lebensmittelproduktion in Europa verboten. Es steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und das Erbgut zu verändern. In den Eisprodukten liegt das ETO in den Zutaten Johannisbrotkern- und Guarkernmehl vor.
Ethylenoxid: Mars ruft Eis zurück
Wichtig: Der Rückruf gilt ausschließlich für Produkte, die zwischen Juni 2020 und Juni 2021 gekauft wurden.
Zurückgerufen werden folgende Produkte:
Bounty-Eisriegel im Sechserpack Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): 30.06., 31.07. und 31.12.2021 sowie 31.01., 31.05., 30.06., 31.07., 31.08. und 30.09.2022)
einzelne Bounty-Eisriegel MHD: 30.06. und 31.07.2021 sowie 31.05., 31.08. und 30.09.2022
Twix-Eisriegel im Sechserpack MHD: 31.05., 30.06., 31.07. und 31.12.2021
einzelne Twix-Eisriegel MHD: 31.07. und 31.12.2021 sowie 31.01., 30.04., 31.07. und 31.08.2022
einzelne M&M’s Peanut Stieleise MHD: 28.02.2022
Keine anderen als die genannten Eis-Marken mit den entsprechenden Produktbeschreibungen und MHDs sind laut Hersteller davon betroffen.
Konsumentinnen und Konsumenten, die das betroffene Produkt gekauft und noch vorrätig haben, können sich mit den Produktdaten und Fotos der Verpackung samt MHD an den Mars-Verbraucherservice unter www.mars.de/kontakt oder telefonisch unter 089 – 130 130 60 wenden.Geringe ETO-Konzentration 
Der Verzehr sei angesichts geringer Konzentrationen zwar sicher, teilte das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Verden (Aller) am Mittwoch mit. Ein Lieferant habe aber Spuren des Stoffes in den Zutaten Johannisbrotkern- und Guarkernmehl gemeldet, die an eine Mars-Eisfabrik geliefert wurden.
Nach weiteren Tests infolge des Vorfalls im Sommer 2021 rufe man die Produkte nun freiwillig zurück, “um einer möglichen Verunsicherung zu begegnen”. Von den Lieferanten verlange man inzwischen zudem eine ausdrückliche Bestätigung, dass alle gelieferten Zutaten frei von Ethylenoxid sind.
Wie giftig ist Ethylenoxid?
Ethylenoxid ist “wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd beim Menschen”, so die offizielle Einstufung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA. Wird es eingeatmet, kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen, im schlimmsten Fall zum Koma.
Hierzulande ist die Anwendung für Lebensmittel verboten, für importierte Waren gelten sehr strenge Grenzwerte. In etlichen Drittstaaten wird das Mittel zur Bekämpfung von Pilzen und Bakterien eingesetzt. Hier die wichtigsten Fragen rund um Ethylenoxid:
Ethylenoxid: Was ist das Problem mit dem Stoff?
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